Störung von Waagen durch Funkgeräte

In einer TV-Sendung des Magazins [plusminus am 07.11.2006 zum Thema „Vage Waagen“ hat man – journalistisch geschickt – bewusst „auf Wirkung der Bilder“ gesetzt. Bewusst blieb dem Zuschauer vorenthalten, welcher Aufwand betrieben werden musste, um hier mit einem Handfunkgerät angeblich ein Messergebnis an den von uns gelieferten Straßenfahrzeugwaagen zu verfälschen. Die Höhe der dargestellten Beeinflussung wird von uns bezweifelt und kann weder von uns, noch vom Anwender mit „zugelassenen“ und „einwandfrei funktionsfähigen“ Funkgeräten, nachvollzogen werden.

Bei entsprechender krimineller Energie gibt es wahrscheinlich einfachere und sicherere Methoden Messgeräte bzw. deren Ergebnisse zu manipulieren als mit elektromagnetischer Strahlung. Zumal mit der elektromagnetischen Strahlung nicht zielgerichtet eine Beeinflussung in eine bestimmte Richtung oder Höhe erfolgen kann. Der fachkundige Zuschauer hat im Beitrag auch erkannt, dass die Waage bei der angeblichen Beeinflussung durch Funkstrahlung keinen „Stillstand“ anzeigte und somit auch keine Registrierung des Gewichtes (Wägung!) möglich gewesen wäre. Über eine solche Stillstandssicherung verfügt jede eichfähige Waage um eine unbeabsichtigte Verfälschung des Wägeergebnisses zu verhindern, z.B. durch elektromagnetischen Strahlung.

Ferner wurde auch ausgeklammert, dass die Eichämter keine rechtliche Handhabe gegen den Einsatz der Waagen haben, weshalb es auch keine behördlichen Sanktionen gibt. Insofern ist die Darstellung in dem Beitrag eine Irreführung des Zuschauers. Weiterhin wurde suggeriert, dass wir durch den Umweg über die niederländische Zulassungsstelle die Eichung unserer Waagen „erschlichen“ hätten. Seriöserweise hätte man allenfalls den Europäischen Normenstandard kritisieren können, nicht aber unser Vorgehen! Denn wir haben nicht gegen geltendes Recht verstoßen!

Der EU-Ministerrat hat in der Richtlinie 90/384/EWG die grundlegenden Anforderungen an nichtselbsttätige Waagen festgelegt. Diese sind entsprechend in die deutsche Gesetzgebung (Eichordnung) übernommen worden. Darüber hinaus wurden von den für das gesetzliche Messwesen zuständigen amtlichen Stellen der Mitgliedstaaten detaillierte, konkrete Anforderungen erarbeitet, denen eine Waage genügen muss, damit diese den vorgenannten grundlegenden Anforderungen entspricht. Dazu gehören auch entsprechende Anforderungen an die Störfestigkeit gegen elektromagnetische Strahlungen. All diese vorgeschriebenen Anforderungen sind im EG-Amtsblatt und im amtlichen deutschen Bundesanzeiger offiziell bekannt gemacht worden.

Unsere Waagen sind entsprechend diesen Anforderungen gegen elektromagnetische Störeinflüsse geschützt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird im Rahmen der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Baumusterprüfungen durch unabhängige akkreditierte Prüflabors und amtliche Stellen aufgrund der bereits zuvor genannten gesetzlichen Vorschriften geprüft und deren Einhaltung durch uns sichergestellt.

Eine 100%ige Störsicherheit wird es im Übrigen nicht geben können. Die Frage ist letztlich, welcher Schärfegrad für die Störanfälligkeit von elektronischen Messgeräten zugrunde zu legen ist. Der Gesetzgeber hat diesen Schärfegrad europaweit mit den vorgenannten Anforderungen für alle verbindlich definiert.

Auch in anderen Lebensbereichen, wie z. B. in Krankenhäusern und im Flugverkehr, leben wir alle damit, dass ein Restrisiko durch elektromagnetische Beeinflussung – ausgehend von Handys und anderen elektronischen Geräten – besteht. Wie wir alle aus der täglichen Praxis wissen, begnügt man sich allerdings an Bord von Flugzeugen mit einem Hinweis, dass elektronische Geräte während des Starts und der Landung abzuschalten sind, wobei nicht einmal eine faktische Kontrolle vorgenommen wird.

Abschließend dürfen wir feststellen, dass uns bisher mit unseren Waagen keine Fälle bekannt geworden sind, wo bei bestimmungsgemäßer Verwendung das Wägeergebnis im normalen Gebrauch durch Strahlung von Handys, zugelassenen Funkgeräten oder WLAN Netzen verfälscht wurde.

Uns ist es sehr wichtig, dass Sie in unsere Produkte Vertrauen haben. Bitte sprechen Sie uns an, gern stehen wir Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

Hier wurde ein Handfunkgerät an eine Wägeelektronik gehalten, die für den Schaltschrankeinbau konzipiert ist. Hierzu musste zunächst der Schaltschrank geöffnet werden, der nur mit einem dafür geeigneten Schlüssel zugänglich ist und sich hier in einem ebenfalls abgeschlossenen und fensterlosen E-Raum befindet. Von bestimmungsgemäßen Gebrauch oder gar praxisgerechtem Versuchsaufbau kann hier keine Rede sein!
Hier wurde ein Handfunkgerät an eine Wägeelektronik gehalten, die für den Schaltschrankeinbau konzipiert ist. Hierzu musste zunächst der Schaltschrank geöffnet werden, der nur mit einem dafür geeigneten Schlüssel zugänglich ist und sich hier in einem ebenfalls abgeschlossenen und fensterlosen E-Raum befindet. Von bestimmungsgemäßen Gebrauch oder gar praxisgerechtem Versuchsaufbau kann hier keine Rede sein!
Das Funkgerät ist abgeklebt - warum? Ist das Gerät für den Betrieb in Deutschland überhaupt zugelassen oder sogar für diese Vorführung verändert worden?
Das Funkgerät ist abgeklebt - warum? Ist das Gerät für den Betrieb in Deutschland überhaupt zugelassen oder sogar für diese Vorführung verändert worden?
Bei der angeblichen Beeinflussung zeigt die Waagenanzeige bis zum Bildschnitt ein abnehmendes Gewicht bis auf 9,02 t an und dieses immer ohne Stillstand. Eine Registrierung (Wägung) wäre nicht möglich gewesen. Ist der Lkw für diese Bildsequenz vielleicht einfach nur von der Waage gefahren?
Bei der angeblichen Beeinflussung zeigt die Waagenanzeige bis zum Bildschnitt ein abnehmendes Gewicht bis auf 9,02 t an und dieses immer ohne Stillstand. Eine Registrierung (Wägung) wäre nicht möglich gewesen. Ist der Lkw für diese Bildsequenz vielleicht einfach nur von der Waage gefahren?
Zu keinem Zeitpunkt des Beitrages erschien eine Bildsequenz ohne Bildschnitt, die dem Zuschauer eine Verbindung von aufgebrachter Last, Waagenanzeige und angeblicher Beeinflussung aufzeigte!
Zu keinem Zeitpunkt des Beitrages erschien eine Bildsequenz ohne Bildschnitt, die dem Zuschauer eine Verbindung von aufgebrachter Last, Waagenanzeige und angeblicher Beeinflussung aufzeigte!
Bei der angeblichen Beeinflussung zeigt die Waagenanzeige bis zum Bildschnitt ein abnehmendes Gewicht bis auf 9,02 t an und dieses immer ohne Stillstand. Eine Registrierung (Wägung) wäre nicht möglich gewesen. Ist der Lkw für diese Bildsequenz vielleicht einfach nur von der Waage gefahren?
Bei der angeblichen Beeinflussung zeigt die Waagenanzeige bis zum Bildschnitt ein abnehmendes Gewicht bis auf 9,02 t an und dieses immer ohne Stillstand. Eine Registrierung (Wägung) wäre nicht möglich gewesen. Ist der Lkw für diese Bildsequenz vielleicht einfach nur von der Waage gefahren?